Armutsforum 2018: Versteckte Armut – Wenn Berechtigte keine Sozialhilfe beziehen

Jede vierte anspruchsberechtigte Person bezieht keine Sozialhilfe. Entsprechend lebt eine grosse Zahl von Personen unter dem Existenzminium, was verheerende Langzeitfolgen nach sich zieht. Über 170 Teilnehmende diskutierten dieses Thema sowie Lösungsansätze am 12. Zürcher Armutsforum.

Im öffentlichen Diskurs rund um Sozialhilfe geht es oft um Missbrauch. Darüber geht ein gewichtiges Phänomen vergessen: die versteckte Armut. Im Zentrum des Armutsforums standen diejenigen, die einen Anspruch auf Sozialhilfe hätten, diesen aber nicht geltend machen. Brisant dabei: Eine Studie der Universität Bern (Hümbelin 2016) zeigt auf, dass im Kanton Bern jede vierte anspruchsberechtigte Person von ihrem Recht keinen Gebrauch macht. Entsprechend lebt eine grosse Zahl von Personen unter dem Existenzminimum, mit verheerenden Langzeitfolgen, die mit hohen Kosten einhergehen.

Am 12. Armutsforum referierten:

  • Dr. iur. Claudia Kaufmann, Ombudsfrau der Stadt Zürich
  • Anna-Katharina Thürer, Grundlagen Caritas Zürich / Max Elmiger, Direktor Caritas Zürich 
  • Dr. iur. Marc Spescha, Rechtsanwalt und Lehrbeauftragter f. Migrationsrecht
  • Beatrice Helbling, Sozialarbeiterin FH, Pfarrei St. Urban / Gemeinderätin Winterthur
  • Dr. Peter Streckeisen, Dozent und Sozialforscher, ZHAW
 Am Podium nahmen teil:
  • Andrea Lübberstedt, Chefin kantonales Sozialamt Zürich
  • Dr. iur. Marc Spescha
  • Beatrice Helbling
  • Dr. Peter Streckeisen
Moderation: Christina Caprez, Journalistin und Soziologin
 

Abstracts Referate: