«Eine Million Sterne» erleuchten die Schweiz

(19.12.2009)

An 180 verschiedenen Orten in der ganzen Schweiz wurden heute Samstag um 16 Uhr Kerzen angezündet. Mit der Aktion „Eine Million Sterne“ setzt Caritas ein Zeichen für mehr Solidarität in Krisenzeiten. Rund 300 000 Besucherinnen und Besucher sahen öffentliche Plätze, Gebäude und Brücken in vorweihnächtlichem Licht erstrahlen.

Dem Aufruf «Ein Licht anzünden – ein Zeichen setzen» folgten trotz winterlicher Kälte eine grosse Zahl von Menschen. Sie nutzten die Gelegenheit, kurz innezuhalten, sich am Kerzenschein zu erfreuen und ihre Solidarität zu bekunden oder einen Wunsch auf einer Banderole für eines der 100 000 Windlichter schriftlich festzuhalten. Das unsere Gesellschaft zurzeit besonders auf Zusammenhalt angewiesen ist, unterstrich Caritas Schweiz-Direktor Hugo Fasel auf dem Bundesplatz in Bern, wo 2000 Kerzen leuchteten: „Die sozialen Folgen des wirtschaftlichen Umbruchs greifen um sich. Wir steuern in der Schweiz auf die höchste Arbeitslosigkeit seit dem zweiten Weltkrieg zu.“ Aber auch weltweit breiteten sich als Folge der Finanzkrise Hunger und Elend aus. „Mit unseren Sternenlichtern möchten wir in Not geratenen Menschen Wärme und Aufmerksamkeit geben und natürlich auch materielle Hilfe in Aussicht stellen.“

Zahlreiche prominente Persönlichkeiten halfen mit, die Kerzen anzuzünden. In Zürich waren dies unter anderem CVP-Nationalrätin Barbara Schmid-Federer, Kabarettist Emil Steinberger, Ex-Tagesschau-Moderator Charles Clerc, Miss Earth Schweiz 2009 Graziella Rogers und Mister Züri 2009 Mike Leuenberger.

Die Aktion «Eine Million Sterne» wird durch den Verkauf von sternförmigen Kerzenhaltern begleitet. Caritas rechnet damit, dass bis Weihnachten alle 200 000 dieser Glassterne der Solidarität verkauft sind. Der Erlös geht zur Hälfte an den Caritas-Markt. In den 19 Märkten an verschiedenen Orten der Schweiz können Armutsbetroffene Lebensmittel und Waren für den alltäglichen Gebrauch zu stark vergünstigten Preisen einkaufen und sich so in ihrem Budget etwas Spielraum schaffen. Die andere Hälfte kommt einem Brunnenprojekt zugute, das 50 000 Menschen in Ost-Äthiopien Zugang zu sauberem Trinkwasser verschafft.



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