Armut im Kanton
Wer sind die Armutsbetroffenen?
Armutsbetroffene leben unter uns, trotzdem wissen die meisten Menschen wenig über sie. Hier stellen wir Ihnen häufige Fragen im Zusammenhang mit Armut vor:Armut
Als christliches Hilfswerk liegt es nicht an uns, zu verurteilen. Leid und Not werden nicht dadurch gelindert, dass man Schuldige und Schuld findet. Nur Taten können helfen.
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Arm ist, wer mit seinen Einnahmen den je nach Haushaltsgrösse unterschiedlichen Grundbedarf für den Lebensunterhalt, die Wohnkosten und die obligatorische Krankenversicherung nicht finanzieren kann.
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Arbeitslosigkeit, prekäre Arbeitsverhältnisse, Krankheit, Unfall, Geburt eines Kindes (schränkt die Berufstätigkeit der Mutter ein oder verunmöglicht sie), Scheidung oder Trennung der Eltern, Tod eines Familienmitglieds.
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Risikogruppen sind Familien mit drei und mehr Kindern, Alleinerziehende, Migrantinnen und Migranten sowie Alleinstehende. Das heisst, dass Kinder und Jugendliche am häufigsten von Armut betroffen sind.
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Haushaltbudget in der Sozialhilfe auf Basis der SKOS-Richtlinien (Schweizerische Konferenz für Sozialhilfe)
Einpersonenhaushalt
Grundbedarf für den Lebensunterhalt: Fr. 977.–
+ effektiver Mietzins
+ Krankenkassenprämie (Grundversicherung unter Berücksichtigung der Prämienverbilligung)
Eltern mit 2 Kindern
Grundbedarf für den Lebensunterhalt: Fr. 2090.–
+ effektiver Mietzins
+ Krankenkassenprämie (Grundversicherung unter Berücksichtigung der Prämienverbilligung)
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Einpersonenhaushalt
Grundbedarf für den Lebensunterhalt: Fr. 977.–
+ effektiver Mietzins
+ Krankenkassenprämie (Grundversicherung unter Berücksichtigung der Prämienverbilligung)
Eltern mit 2 Kindern
Grundbedarf für den Lebensunterhalt: Fr. 2090.–
+ effektiver Mietzins
+ Krankenkassenprämie (Grundversicherung unter Berücksichtigung der Prämienverbilligung)
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Armut im Kanton Zürich
Es ist nicht unsere Aufgabe, regelmässige Hilfeleistungen an Bedürftige und Armutsbetroffene auszuzahlen. Wir springen jedoch ein, wo Lücken bestehen, überbrücken dort, wo die Fürsorge nicht oder noch nicht bezahlen kann, und bewahren damit manchen Mitmenschen vor dem endgültigen Absturz.
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Es gibt keine offizielle Armutsstatistik und deshalb keine exakte Antwort. Eine Annäherung bieten die folgenden Zahlen zu staatlichen Unterstützungsleistungen aus dem Jahr 2009: Sogenannte Zusatzleistungen wurden an rund 27'500 Personen ergänzend zur AHV und an rund 20'000 Personen ergänzend zur IV erteilt. Die Sozialhilfe unterstützte 43'700 Personen. Also erhielten 91'200 Menschen im Kanton Zürich staatliche Gelder, um das Existenzminimum zu erreichen. Das bedeutet, fast jede 15. Person ist laut Statistik von Armut betroffen.
Aus Studien ist jedoch bekannt, dass viel mehr Menschen am oder unter dem Existenzminimum leben. Bei der Sozialhilfe wird davon ausgegangen, dass nur ein Drittel aller Anspruchsberechtigten auch tatsächlich Sozialhilfe beantragt. Die Zahl der Armen im Kanton Zürich ist demnach wesentlich höher einzuschätzen. Wenn Caritas Zürich von rund 100‘000 Armen im Kanton ausgeht, dann ist diese Zahl vorsichtig gerechnet.
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Aus Studien ist jedoch bekannt, dass viel mehr Menschen am oder unter dem Existenzminimum leben. Bei der Sozialhilfe wird davon ausgegangen, dass nur ein Drittel aller Anspruchsberechtigten auch tatsächlich Sozialhilfe beantragt. Die Zahl der Armen im Kanton Zürich ist demnach wesentlich höher einzuschätzen. Wenn Caritas Zürich von rund 100‘000 Armen im Kanton ausgeht, dann ist diese Zahl vorsichtig gerechnet.
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Die neusten Zahlen des Bundesamtes für Statistik stammen aus dem Jahr 2007. Damals mussten 4.1% der 20- bis 59-jährigen Erwerbstätigen im Kanton als Working Poor bezeichnet werden, was grob geschätzt 26'000 Personen entsprach. Wie viele Partner und Kinder mitbetroffen sind, ist nicht bekannt.
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Kinder und Jugendliche sind am häufigsten von Armut betroffen. Im Jahr 2009 betrug die Sozialhilfequote der bis 17-Jährigen 5,6 %, was deutlich über dem Durchschnitt von 3.3% liegt.
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Als armutsgefährdet bezeichnet man Personen, die knapp über dem Existenzminimum leben. Ihre Situation ist prekär, d.h. eine zusätzliche Ausgabe wie eine Zahnarztrechnung reisst ein Loch ins knappe Budget. In der Stadt Zürich lebten 2007 ungefähr 13'900 Alleinstehende, 1'600 Alleinerziehende und 1'400 Paare mit zwei Kindern, also rund 23'000 Menschen in einer prekären Situation. Für den Kanton Zürich existieren keine offiziellen Zahlen.
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Im Jahr 2009 blieb die Zahl der Sozialhilfefälle (Haushalte) praktisch konstant, und die Sozialhilfequote (Personen) betrug wie im Vorjahr 3.3%. Dies deutet auf eine Trendwende im Zusammenhang mit der Finanzkrise hin. Seit 2005 ist es das erste Jahr, welches keinen Rückgang der Sozialhilfequote verzeichnet.
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Factsheet Armut in Zürich
Hier finden Sie die wichtigsten Informationen zur Armut in Zürich auf einen Blick:| Factsheet (1.4 MB) |
Weiterführende Informationen
Detaillierte Informationen zum Zürcher Sozialwesen und zu den verschiedenen Angeboten im Kanton finden Sie hier:Links ![]() |


