Abstimmung am 24. September: Nein zum Integrationsstopp!

08.09.2017
Im Kanton Zürich wird über die Zukunft von vorläufig aufgenommenen Personen abgestimmt. Wir unterstützen das Referendum und sagen Nein zur Änderung des Sozialhilfegesetzes, die einen Integrationsstopp bedeutet.
Der Kantonsrat will, dass vorläufig aufgenommene Personen künftig nur noch Asylfürsorge statt Sozialhilfe erhalten. Die Ansätze der Asylfürsorge sind erheblich tiefer als diejenigen der Sozialhilfe. Gegen den Entscheid des Kantonsrats wurde sowohl das Volks- wie auch das Gemeindereferendum ergriffen, das 26 Zürcher Gemeinden befürworten.

Caritas Zürich unterstützt das Referendum und empfiehlt, die Gesetzesänderung abzulehnen. Vorläufig aufgenommene Personen sind in erster Linie Kriegsflüchtlinge. Viele von ihnen bleiben längerfristig in der Schweiz, weil eine Rückkehr in ihr Heimatland unzumutbar ist. Die Unterstützung der Asylfürsorge bedeutet jedoch ein Leben unter dem Existenzminimum. Integrationsleistungen (wie z. B. Deutschkurse, Job Coaching, usw.) sind gefährdet, da sie von den Gemeinden nicht mehr über die Sozialhilfe finanziert werden können. Mit der Änderung des Sozialhilfegesetzes werden den Schutzsuchenden die gesellschaftliche Teilhabe und ein unabhängiges Leben praktisch verunmöglicht.
  

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Caritas Züriblog: Integration stoppen? Nein!
Webseite integrationsstopp-nein.ch/